Deutschstunde - Schauspiel nach dem Roman von Siegfried Lenz

11.04.2018


Eine Produktion der a.gon Theater GmbH München, Bühnenfassung von Stefan Zimmermann mit Max Volkert Martens, Florian Stohr, Stefan Rehberg, Nicole Spiekermann u.a.



Eine Besserungsanstalt für Jugendliche 1954: der 20-jährige Siggi Jepsen soll einen Aufsatz schreiben über "Die Freuden der Pflicht". Zunächst bleibt das Papier leer, doch dann kann Siggi kein Ende finden - Heft um Heft füllt sich. Zu sehr beschäftigt ihn, was er als Kind und Jugendlicher während des Krieges erleben musste. Sein Vater, der Dorfpolizist Jens Ole Jepsen, hatte seinen Jugendfreund, den als "entartet" gebrandmarkten und mit Berufsverbot belegten Maler Max Ludwig Nansen, im offiziellen Auftrag bespitzelt, überwacht und denunziert. Pflichterfüllung ging vor Menschlichkeit. Selbst nach dem Ende des NS-Regimes verfolgte Jepsen den Maler beharrlich weiter - seine Mission schien keinen Auftrag mehr zu brauchen. Siegfried Lenz wurde nicht nur zum genialen Denker über die deutsche Nazi-Diktatur, er wurde auch zum menschlichen Botschafter zwischen dunkler Vergangenheit du demokratischer Gegenwart - vor allem mit der Deutschstunde, in der er das Unvorstellbare vorstellbar machte, getreu seinem Motto: "Ich schreibe, m die Welt zu verstehen".

Vorlage für die Figur des Malers ist der berühmte Expressionist Emil Nolde, der in der Gegend lebte und mit Berufsverbot belegt war.

 

 

Eintritt: 24€/22€/19€, ermäßigt 18€/16€/13€